Ins rote Herz der Kalahari

Roland in Afrika, Teil 3: In Windhoek hiess es zunächst Abschied nehmen: Meine Söhne und ihre Frauen traten die Heimreise an – schliesslich muss ja jemand unsere AHV finanzieren. Hinter uns lagen drei unvergessliche Wochen voller gemeinsamer Abenteuer, Eindrücke und Erlebnisse.

Für meine Frau Helene und mich ging die Reise nun weiter in den Südosten Namibias, in den Kgalagadi Transfrontier Park.

Diese Region weckte bei uns viele Erinnerungen. Vor einigen Jahren hatten wir bereits die gesamte Central Kalahari in Botswana von Süd nach Nord durchquert – eine Reise, die uns tief beeindruckt hat. Nun führte uns der Weg über Mariental Richtung Mata Mata, mit Stationen in Nossob und Twee Rivieren.

Giganten der Lüfte und der Nachwuchs der Wüste

Der Nationalpark bescherte uns einmal mehr magische Sichtungen. Besonders berührend waren die verspielten Löwenbabys, die bei uns für echtes Herzklopfen sorgten. Doch auch für Vogelliebhaber war diese Etappe ein Höhepunkt.

Wir konnten die Riesentrappe beobachten – den schwersten flugfähigen Vogel der Welt –, ebenso den eleganten Sekretär und den markanten Gaukler, der mit seinen kunstvollen Flugmanövern seinem Namen alle Ehre macht. Gerade in dieser offenen Landschaft sind solche Begegnungen besonders eindrücklich.

Ein Meer aus roten Dünen

Die Landschaften im Kgalagadi sind kaum in Worte zu fassen. Wenn sich die charakteristischen roten Dünenwellen bis zum Horizont ziehen, entsteht ein Anblick, der einen nicht mehr loslässt.

Mitten in dieser eindrucksvollen Kulisse zogen riesige Herden von Oryx-Antilopen durch den Sand – meine absoluten Lieblingstiere. Es fasziniert mich immer wieder, dass diese Überlebenskünstler bis zu zehn Monate ohne einen Tropfen Wasser auskommen können. Währenddessen suchten die Giraffen gezielt den Schatten auf und machten es sich liegend unter den Bäumen bequem.

Wildnis pur: Camping ohne Zäune

Auf dem Rückweg Richtung Windhoek gönnten wir uns noch einen Stopp auf der Campsite der Kalahari Game Lodge. Dort erlebt man Afrika besonders unmittelbar: Die Stellplätze liegen mitten in der Natur, ohne schützende Zäune. Die nächtliche Geräuschkulisse kommt nicht von der Ferne – die Tiere bewegen sich direkt rund um das Zelt.

Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck geht es nun zurück nach Windhoek – bereit für das nächste Kapitel und weitere gemeinsame Abenteuer.

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